Was der Meister für Kraftverkehr für meinen Berufsweg bedeutet hat.
- Als Berufskraftfahrer, der seit vielen Jahren auf Europas Straßen unterwegs ist, habe ich früh verstanden, dass Fahren allein nur ein Teil des gesamten Kraftverkehrs ist.
Mit der Entscheidung, den Meister für Kraftverkehr zu machen, habe ich meinen Schritt aus dem reinen Fahrbetrieb hinaus in die Verantwortung und Organisation des Unternehmens Alltags gesetzt.
- Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Redakteur, Journalist und Kraftverkehrsmeister.
- Der Meisterbrief ist nicht nur ein Titel – er ist für mich das Ergebnis harter Arbeit, beruflicher Erfahrung und der Wille, diesen Beruf auf ein professionelles Niveau zu bringen, das weit über das Lenkrad hinausreicht.
“Welche gesetzlichen Grundlagen meinen beruflichen Weg bestimmen”
- Für meinen Meisterweg war die „Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Meister für Kraftverkehr“ die wichtigste Grundlage.
- Diese Verordnung regelt bundesweit einheitlich, wie die Prüfung aufgebaut ist, welche Inhalte vermittelt werden und welche Prüfungsleistungen zu erbringen sind.
- In §1 wird das Ziel der Prüfung festgelegt und in §3 die Zulassungsvoraussetzungen, die ich als Berufskraftfahrer sehr genau prüfen musste, bevor ich die Anmeldung bei der IHK eingereicht habe.
- Alles, was die IHK später von mir verlangte – Nachweise, Praxiszeiten, Prüfungsstrukturen – ergibt sich aus dieser Verordnung.
“Welche Voraussetzungen ich selbst erfüllen musste”
- Als langjähriger Berufskraftfahrer habe ich die Zugangsvoraussetzungen zwar erfüllt, aber trotzdem genau geprüft.
- Entscheidend waren mein Berufsabschluss, die langjährige Fahrpraxis und meine Erfahrung im Transport Alltag.
- Die Verordnung verlangt grundsätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung im Kraft Verkehrsbereich oder mehrere Jahre einschlägige Berufspraxis.
- Ich habe den klassischen Weg über den anerkannten Ausbildungsberuf genommen, ergänzt durch mehrere Jahre Tätigkeit im Güterverkehr und täglichen Umgang mit schweren Lkw, Gefahrgut, Tourenplanung und den komplexen Arbeitsabläufen in modernen Unternehmen.
“Wie lange meine Vorbereitung auf den Meister gedauert hat”
- Die Meisterfortbildung war für mich eine intensive Zeit.
- Die Ausbildung habe ich beim TÜV Rheinland in Neuss gemacht.
- Ich habe mich für einen berufsbegleitenden Lehrgang entschieden, da ich weiterhin im Fahrdienst tätig war.
- Dadurch zog sich die Vorbereitung über mehrere Monate.
- Vollzeitkurse dauern in der Regel vier bis sechs Monate, während Teilzeit- oder Fernkurse – so wie ich es gemacht habe – oft 18 bis 24 Monate beanspruchen.
- Die Mischung aus Praxis, Theorie, Lernphasen und Prüfungsstress hat diese Zeit für mich zu einer der anspruchsvollsten, aber auch wertvollsten Etappen meines Berufslebens gemacht.
“Welche Vorqualifikationen ich mitbringen musste”
- Bevor ich den Meister angehen konnte, musste meine Basis stimmen.
- Ich besaß die alte Klasse 2.
- Heute sind es die Fahrerlaubnisklassen C und CE, die Grundqualifikation für Berufskraftfahrer absolviert und jahrelang Touren im nationalen und internationalen Fernverkehr gefahren.
Diese praktische Erfahrung war entscheidend, denn viele Inhalte der Meisterfortbildung setzen tiefes Verständnis für Fahrzeugtechnik, Sicherheit, Arbeitszeitrecht, Dispositionsprozesse und Unternehmensabläufe voraus.
- Aus meiner Sicht kann kaum jemand diese Fortbildung bestehen, der den Alltag auf der Straße nicht selbst erlebt hat.
“Welche berufliche Erfahrung vor der Zulassung verlangt wird”
- Bei mir waren es weit mehr als die vorgeschriebenen Jahre Berufspraxis.
“Im nationalen und internationalen Fernverkehr!”
- Die Verordnung verlangt entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung oder – ohne Berufsabschluss – vier Jahre einschlägige Tätigkeit.
- Als Berufskraftfahrer hatte ich alle relevanten Nachweise über meine Tätigkeiten, meine Touren, Arbeitsbereiche und die Verantwortung, die ich über die Jahre getragen habe.
- Diese Erfahrung bildet das Fundament für die Meisterprüfung, denn ohne Praxisbezug bleiben die meisten Inhalte blutleer.
“Wie die Altersfrage in meinem Fall eine Rolle spielte!”
- Eine feste Altersgrenze für die Meisterprüfung gibt es nicht.
- Für mich ergab sich das Mindestalter indirekt aus meiner Berufsausbildung, meiner Fahrerlaubnis C/CE und der Tatsache, dass man allein für die Erfahrung mehrere Jahre im Fahrdienst verbracht haben muss.
- Dadurch sind die meisten Teilnehmenden – so auch ich – automatisch weit über zwanzig oder dreißig Jahre alt, bevor sie überhaupt über den Meister nachdenken können.
- Entscheidend ist also nicht das Alter, sondern die Praxis und die berufliche Grundlage.
“Wie die Meisterprüfung aufgebaut ist und was mich erwartet hat!”
- Die Prüfung besteht aus grundlegenden Qualifikationen, handlungsspezifischen Qualifikationen sowie den berufs- und arbeitspädagogischen Inhalten.
- Für mich waren insbesondere die schriftlichen Prüfungen herausfordernd, da sie mit höherem Gewicht in die Bewertung einfließen.
- Der praktische Teil, die Fachgespräche und die Ausbilder-Eignung (AdA) bauten auf echten Situationen auf, die ich aus meinem beruflichen Alltag kannte.
- Erst wenn alle Bereiche bestanden sind, führt die IHK die Ergebnisse zusammen und bescheinigt den erfolgreichen Abschluss.
“Was dieser Abschluss für meine Karriere bedeutet hat!”
- Mit dem Meisterbrief in der Hand habe ich die Tür zu neuen beruflichen Aufgaben geöffnet.
- Ich kann seitdem nicht nur Lkw fahren, sondern auch Auszubildende anleiten, Teams führen, Transporte planen, Sicherheitskonzepte entwickeln und Verantwortung im technischen Bereich tragen.
- Der Meister ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet, was dem Bachelor-Niveau entspricht und mir neue Wege – auch in Richtung Studium oder leitende Positionen – ermöglicht hat.
Für mich war dieser Schritt nicht nur ein Karriereschritt, sondern ein persönlicher Meilenstein.




Wertvolle Tipps für angehende Berufskraftfahrer